Der Kreisrat Stefan Hartung informiert:
„Seit reichlich einer Woche kursieren Gerüchte über einen vermeintlich neuen umA-Ansturm („unbegleitete minderjährige Ausländer“) auf die ehem. Bau-Berufsschule in Bad Schlema an der Mulde. Andere Gerüchte besagen, dass dort 300 Ukrainer einziehen und die gegenwärtige teilweise Nutzung zu Schulzwecken umgehend beendet werden muss.
Da leider wieder einmal weder Presse noch die Verantwortlichen aus Stadt und Landkreis öffentlich Licht ins Dunkel bringen wollen und keine Details nach außen dringen lassen, möchte ich euch, liebe Mitbürger, in meiner ehrenamtlichen Doppelfunktion als Stadtrat der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema und Kreisrat im Kreistag des Erzgebirgskreises über den Sachstand informieren:
Fakt ist, dass derzeit hunderttausende männliche wehrfähige Ukrainer vor ihrem eigenen Präsidenten-Darsteller und seiner Regierung ins Ausland fliehen, um sich nicht sinnlos an der russischen Front verheizen lassen zu müssen. Soweit, so nachvollziehbar. Dass Deutschland eines der Hauptzielländer für Ukrainer ist, weil es hier sofort bedingungslos üppiges Geld, Wohnung und Gesundheitsversorgung gibt, ist auch nichts neues.
Daher ist der Erzgebirgskreis aktuell in der Situation, dass er Heerscharen an Deserteuren aus der Ukraine zugewiesen bekommt und unterzubringen hat. Dafür reichen die Kapazitäten in der Notunterkunft in der Baracke neben der ehemaligen Bauberufsschule nicht mehr aus, weshalb der CDU-Landrat Rico Anton kurzfristig angeordnet hat, dass das zu großen Teilen leerstehende Schulgebäude zur Erweiterung der Notunterkunft genutzt wird. Meinen Erkenntnissen zufolge handelt es sich um ca. 60 weitere Plätze, die dort mit einer gegenwärtigen Befristung bis zum Frühling nächsten Jahres vorgehalten werden. Entgegen den Gerüchten soll der Schulbetrieb auf den anderen Etagen des Gebäudes ungestört weiter stattfinden.
Auch wenn die Gesamtsituation trotzdem nicht befriedigend ist, so kann ich zumindest Entwarnung geben, dass dort keine neue umA-Unterkunft entsteht! Es wird sich ausschließlich um Ukrainer handeln, die dort in den nächsten Tagen einziehen könnten.“